Cardigan clodette von the couture – Wollvariante für den herbst

Die graue, kühle Jahreszeit ist ab sofort kein Problem mehr für mich, denn ich habe mir einen Cardigan Clodette nach dem Schnittmuster von The Couture aus einem wunderbaren Wollstoff von Stoffe.de genäht.

Der Cardigan hat zwei große Taschen sowie einen wunderbaren Schalkragen.

Ich wusste sofort, als ich das Schnittmuster entdeckt habe, dass ich mir unbedingt eine Clodette nähen möchte. Mir war direkt klar, dass ich einen festen Wollstoff verwenden möchte, um Clodette als Übergangsmantel zu tragen.

Alles in allem bin ich mit dem Papierschnittmuster und der Anleitung (letztere könnt ihr übrigens online abrufen) super klargekommen!

Ich habe Clodette in der Gr. 36 genäht und hatte 2,30m Stoff zur Verfügung, womit ich locker hingekommen bin.

 

 

Ich habe jedoch 6 Tipps aus meinem persönlichen Learning mit Clodette, die ich euch gerne mitgeben möchte.

  1. Meine Empfehlung ist, dass ihr nach dem Zuschneiden die Stoffkanten direkt versäubert, insbesondere wenn ihr wie ich mit Webware arbeitet. Obwohl ich fast direkt losgelegt habe, hatten sich die einzelnen Fäden meines Stoffes bereits gelöst. Dadurch dass sich die Schussfäden also von den Kettfäden „entflochten“, ist mir der Stoff aufgeribbelt. Das war ein wenig ärgerlich, weil ich die Länge des Mantels am Ende entsprechend anpassen musste. Im Prinzip müsst ihr eh alle Nähte im Laufe des Prozesses auseinanderbügeln, weswegen es sowieso Sinn macht, erst alles zu versäubern, statt später mit der Overlock in einem Schritt zu versäubern und zusammenzunähen.
  2. Das Thema Kragen und Belege nähen ist ein wenig tricky. Ich ärgere mich, dass ich davon kein Video gedreht habe, um es euch nun Schritt für Schritt zu erklären. Getüftelt habe ich bestimmt 30 Min. ehe alles so lag wie auf dem Bild 😉 Auf Youtube findet ihr unter dem Titel „Jacke Eva // The couture // Kragen und Beleg nähen“ ein Video von The Couture, das auch für den Cardigan gilt. Schaut es euch unbedingt an!
  3. Belege festnähen! Steppe die Belege unbedingt an der Nahtzugabe fest. Ich habe zunächst nur den rückwärtigen Beleg mit wenigen Stichen festgenäht. Das hat dazu geführt, dass sich beim Anziehen der Rest des Schalkragens immer aufklappte. Deswegen haben ich die Nahtzugaben rundherum an verschiedenen Stallen festgesteppt.
  4. Wenn ihr den Cardigan wie ich eher als Mantel nutzen möchtet, empfehle ich euch einen Futterstoff zu vernähen. Ich finde Clodette trotz festem Wollstoff ein wenig frisch für die aktuellen Temperaturen draußen. Inspiration zum Vernähen eines Futterstoffs, obwohl dieser in Schnittmuster und Anleitung nicht vorgesehen ist, findet ihr z.B. auf Youtube unter „Jacke mit Reißverschluss füttern – mit Anna von einfach nähen“. Zwar für eine andere Jacke, das Prinzip ist jedoch das gleiche. Bitte denkt darüber nach, den Cardigan womöglich in einer Nummer größer zu nähen, damit genug Platz für das Futter ist.
  5. Jackenaufhänger! Leider habe ich keinen ergänzt, gehört für mich aber zu jeder Jacke allein aus praktischen Gründen dazu. Deswegen ärgere ich mich ein wenig, dass ich nicht daran gedacht habe und überlege noch, wie ich ihn nachträglich anbringen kann.
  6. Knöpfe statt Gürtel. Um den Cardigan gegen Wind & Kälte vernünftig verschließen zu können, habe ich mich gegen den Gürtel (dieser ist im Schnittmjuster inkludiert) und für Druckknöpfe entschieden. Ihr könntet natürlich auch reguläre Knöpfe/ Knopflöcher vernähen.

Ich bin wirklich sehr begeistert von meinem ersten selbstgenähten Mantel und kann mich nun auf den Herbst freuen 🙂

Viel Spaß beim Nachnähen. Ich bin gespannt auf eure Erfahrungen!

Liebe Grüße,

Carina ♥

 

 

Schnittmuster: Cardigan Clodette

Stoff: Wollstoff von Stoffe.de

Druckknöpfe: in 9,5mm von Amazon

 

[Unbeauftragte Werbung]


A-Linien-Rock mit Jersey Bündchen

Hallo zusammen!

[Werbung]

Dieses Wochenende habe ich endlich meinen wunderschönen Traumfängerstoff vernäht.
Als Schnittmuster hat es mir ein A-Linien-Rock angetan. Das Schnittmuster ist auch absolut etwas für Näh-Anfänger und ihr braucht nicht einmal eine Overlock-Maschine!

Doch jetzt erstmal Schritt für Schritt…
Das Schnittmuster stammt aus dem Buch „Rock Festival“ von MME ZSAZSA.
Den Stoff habe ich aus einem kleinen Laden in Köln-Nippes namens „Bubble Bunt“.

Zuerst paust ihr das Schnittmuster aus dem Buch in eurer passeden Größe auf Schnittpapier ab. Ich nehme gerne welches, das sich nachher auf den Stoff aufbügeln lässt. Im Prinzipp geht aber auch jedes andere. Ihr könntet sogar Brot- oder Backpapier verwenden.
Dann übertragt ihr den Schnitt auf den Stoff. Passt dabei auf, wo sich der Bruch befindet, damit ihr am Ende nicht unnötig viele Nähte habt.
Bevor ihr die einzelnen Teile zusammennäht, achtet darauf, alles mit Zickzack umsäunt, damit es später nicht aufribbelt.
Wer eine Overlock besitzt, kann sich diesen Schritt ersparen und die Teile damit direkt zusammennähen.
Damit euch der Rock nicht von der Hüfte rutscht, bringt ihr das Jersey-Bündchen ins Spiel. Ihr könnt dieses ruhig ein wenig knapper zuschneiden, da es sehr dehnbar ist und voraussichtlich noch ein bisschen auslockern wird.
Legt dieses so in den Rock, dass die schönen Seiten (das ist meine Eselsbrücke!) aufeinanderliegen. Das heißt: die schöne Seite des Baumwoll-Stoffs liegt auf der schönen Seite des Jersey-Stoffs.
Wenn ihr die beiden aneinandergenäht habt, alles einmal wenden und schon seid ihr fertig.

Und nun wünsche ich euch viel Spaß beim Nachnähen und Tragen!
Wenn ihr Fragen zu den einzelnen Schritten habt, meldet euch gerne.


Knotenstirnband

Hello ihr Lieben!

[Werbung]

Ich habe diese Woche Urlaub und bin trotzdem immer total früh wach. Das gehört wohl zum Älter werden dazu 😉

Die Zeit habe ich auf jeden Fall genutzt, um ein paar Fotos für euch zu machen.

Heute zeige ich euch eins der Knotenstirnbänder, die ich vor Kurzem genäht habe. Die Bänder sind gerade total in Mode und ich war überrascht, wie easy sie nachzunähen sind.

DSC_5375

Es gibt viele tolle Tuturoials, die euch Schritt für Schritt erklären, wie ihr die Bänder nähen könnt. Ich habe mich zum Beispiel am Video von *Handmadebyannii orientiert und das hat super geklappt.

Sie erklärt euch genau, wie ihr vorgeht und wie ihr das Ganze auch ohne Overlock zusammennähen könnt.
Wichtig ist es, dass ihr beim Jersey auf den Fadenlauf achtet, damit das Band nachher auch schön dehnbar ist. Das heißt, der Fadenlauf geht in Richtung der kurzen Seite. Dadurch ist die lange Richtung gut dehnbar.

Für das doppelte Band wie oben auf dem Bild nehmt ihr zwei Streifen jeweils in den Maßen 60 x 20 cm.
Diese halbiert öihr jeweils entlang der langen Seite und steppt die Streifen so zusammen. Wenn ihr keine Overlock habt, verwendet bestenfalls einen Zickzackstich.

Darauf folgt der einzig etwas knifflige Teil:

Das Zusammenlegen, damit ihr auch den Knoten oben an der Stirn hinbekommt. Dieser Schritt wird deswegen gleich 2x von *Handmadebyannii erklärt. Also alles gar kein Problem und absolut für Anfänger geeignet. Schaut euch am besten ihr Video auf Youtube an, dann habt ihr den Dreh schnell raus.

Die andere Variante des Knotenstirnbands seht ihr hier.

Dafür wird sogar nur die Hälfte an Stoff benötigt und das Stirnband ist noch einen Tick einfacher nachzunähen, weil hier kein kniffliges Zusammenlegen erfolgen muss. Guckt doch mal bei bei Annas Nähschule auf Youtube vorbei. Sie erklärt euch das Anfänger-Stirnband in nur 5 Min.

 

Noch ein kleiner Tipp:
Nehmt doch einfach ein paar alte Jersey-Reste, aus denen ihr schon Kleidung genäht habt. Dann passt das Stirnband auch direkt zu einem eurer selbstgenähten Outfits.

 

Viel Spaß beim Nachnähen!


Jogginghose mal anders

Der Urlaub steht an!

[Werbung]

Bevor die lange Autofahrt in den Urlaub bevorstand, wollte ich mir noch unbedingt eine bequeme Hose für die Fahrt nähen.
Schnell entschied ich mich für ein Schnittmuster aus dem Buch „Jersey nähen“ von Julia Korff. Das Schnittmuster empfiehlt sich absolut für Anfänger und da ich nicht mehr viel Zeit hatte, war klar, dass der Schnitt perfekt für meinen Anlass war.

DSC_5360

Beim Zuschneiden fiel mir auf, dass ich das Ganze ein wenig verändern wollte. Statt des Tunnelzugs fiel meine Wahl auf einen Gummizug. Außerdem wollte ich an den Seitennähten des Hosenbundes Bänder anbringen, um diese später zu einer Schleife zusammenbinden zu können.
Gesagt, getan.

Keine drei Stunden später hatte ich die Hose auf dem Bild bereits an.

Da ich nicht nach einem herkömmlichen Stoff für Jogginghosen wie beispielsweise Jersey oder Sweat gesucht hatte, sondern einfach in meine Stoffkiste griff, entstand tatsächlich eine bequeme, aber etwas schickere Jogginghose.

Ich bin happy!

Wenn eure Näherfahrungen bislang noch in den Kinderschuhen stecken, ihr aber gerne eine Jogginghose nähen möchtet, kann ich euch das Schnittmuster wärmstens empfehlen.